Anpassung des Gemeinsamen Lernens an der Karl-Foerster-Schule an die pandemiebedingte Situation an

Die Sonderpädagoginnen stehen in regelmäßigem Austausch mit den Klassenlehrkräften und Fachlehrkräften der Klassen, in welchen sie in den Klassen 1 bis 3 im Gemeinsamen Lernen tätig sind. Darüber hinaus begleiten sie in den Klassen 4 bis 6 die Bedarfe rund um die Schüler:innen mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt. Jeder Klasse der Klassenstufe 4 bis 6 ist zudem eine Sonderpädagogin als Ansprechpartnerin bei aktuell auftretender Beratungs- oder Handlungsnotwendigkeit zugeteilt.

In Absprache mit den unterrichtenden Lehrkräften der jeweiligen Klassen und der Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden je nach Notwendigkeit individuell angepasste Lernpläne hinsichtlich qualitativer und quantitativer Differenzierung für das Distanzlernen erstellt. Sowohl Nachteilsausgleiche als auch die Verwaltzungsvorschrift chronisch kranke Schüler:innen finden auch im Distanzlernen Anwendung.

Die sonderpädagogisch qualifizierten Lehrkräfte stellen regelmäßig und verlässlich Kontakt zu den Schüler:innen mit besonderem Unterstützungsbedarf sowie deren Erziehungsberechtigten her.

Die Sonderpädagoginnen halten vorrangig regelmäßigen Kontakt zu den Erziehungsberechtigten der sich im Distanzlernen befindenden Kinder, bei welchen es als fraglich angesehen wird, dass sie zu Hause ausreichend Unterstützung hinsichtlich des Lernens erfahren können und wo der Lernzuwachs dadurch als zu gering eingeschätzt wird.

Zudem halten sie Kontakt mit Elternhäusern, welche Unterstützungsbedarf angezeigt haben, da die Eltern-Kind-Beziehung aufgrund der Herausforderungen und Bedingungen des Distanzlernens gelitten hat oder die seelische Gesundheit des eigenen Kindes als bedroht angesehen wird.

Ziel ist es, allen Schüler:innen Zugang zu den Arbeitsaufgaben zu ermöglichen und sie hinsichtlich der erfolgreichen Strukturierung ihres Lernens unterstützend zu beraten.

Die individuelle Förderplanung als Grundlage der präventiven und sonderpädagogischen Förderung während des Präsenzunterrichts bleibt bestehen. Die individuellen Lernpläne (Förderpläne) mit klaren, inhaltlichen Zielen unter stärkenden, positiven Aspekten werden je nach Gegebenheit und Notwendigkeit angepasst. Um Lernrückstände zu erfassen und auszugleichen tauschen sich die Sonderpädagoginnen regelmäßig mit den rund um die Schüler:innen unterstützenden Personen aus. Je nach Bedarf findet die präventive und sonderpädagogische Unterstützung während des Präsenzunterrichts innerhalb der Klasse, in der Kleingruppe oder in einer Einzelsituation statt.

Die sonderpädagogisch qualifizierten Lehrkräfte unterstützen die Klassen- und Fachlehrkräfte hinsichtlich des binnendifferenzierten Unterrichts und in der Arbeit nach individuellen Lernplänen.

Die Sonderpädagoginnen stimmen gemeinsam mit den Klassenlehrkräften den Einsatz der pädagogischen Mitarbeiterin und zudem der Lernassistenzen so ab, dass die im Präsenzunterricht ermittelten Lernrückstände bestimmter Schüler:innen gemindert und aufgearbeitet werden können.

Die Sonderpädagoginnen halten Kontakt zu den Personen, die die Notbetreuung übernehmen und stehen auch ihnen beratend zur Seite. Sie sind zudem mit den von ihnen begleiteten Schüler:innen in der Notbetreuung im Austausch. Dabei evaluieren sie regelmäßig den Lernstand und sprechen über emotionale Befindlichkeiten, Konflikte und Bedürfnisse. Werden die Sonderpädagoginnen selbst in der Notbetreuung eingesetzt, übernehmen sie vorrangig Gruppen mit hohem Unterstützungsbedarf, um die Kinder sonderpädagogisch zu unterstützen.

Die Lehrkräfte tauschen sich mit den Schulbegleiter:innen bestimmter Schüler:innen über deren Lern- und Sozialverhalten, Lernerfolg und emotionale Stabilität aus. Ziel ist es einen verlässlichen Informationsfluss herzustellen.

Gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin wird regelmäßig darüber beraten, wie die emotionale Befindlichkeit von Schüler:innen stabilisiert werden kann und ob und wie welche Unterstützungsfelder optimiert werden sollen und können. 

Im Austausch mit ihr und dem Jugendamt wird in bestimmten Fällen über weitere Unterstützungsmöglichkeiten im häuslichen Umfeld beraten.

Die Fachkonferenzleitung des Gemeinsamen Lernens steht im Austausch mit der Schulleitung und der Schulsozialarbeiterin über stattfindende Maßnahmen hinsichtlich der Stärkung der seelischen Gesundheit der Schüler:innen im Präsenz- und Distanzunterricht und berät mit Ihnen über weitere Maßnahmen diesbezüglich.

Zur Aufrechterhaltung des Regelbetriebs an der Schule kann es notwendig sein, dass Sonderschullehrkräfte zu Vertretungszwecken herangezogen werden. Dabei werden die Sonderschullehrerinnen vorrangig Klassen zugeteilt, deren Schülerschaft ihnen vertraut sind, so dass eine individuell angepasste und gelungene Wissensvermittlung sowie eine emotionale Beständigkeit für die Schüler:innen gewährleistet werden kann.

Konzept „Schule für gemeinsames Lernen“ Schuljahr 2020/2021

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Präventionsprogramm mit „Lubo“

In den 1. und 2. Klassen wird durch die Sonderpädagogin regelmäßig ein Präventionsprogramm zur Förderung der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung und der beteiligten emotionalen Prozesse in der Schuleingangsphase durchgeführt.

Durch spielerische Übungen und die Handpuppe Lubo werden die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Schüler:innen gefördert.

Lubo aus dem All unterstützt die Integration aller Kinder und den Aufbau eines positiven Gruppengefühls.

Einblicke in unsere Förderräume

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